Die Coros Apex Pro-Multisportuhr im Praxistest
Die Coros Apex Pro-Multisportuhr im Praxistest

Die Coros Apex Pro-Multisportuhr im Praxistest

Lange Zeit war die Coros Pace 2 meine ständige Begleiterin beim Laufen. Sie ist eine großartige Uhr: federleicht und mit einer Akkuleistung, die man kaum glauben kann. Dazu sehr zuverlässig und stabil. Bisher hat sie keinen einzigen Kratzer.

Warum ich trotzdem gewechselt bin?

Okay, ich habe die Pace 2 behalten und nutze sie immer noch (ein paar Infos über sie findest du am Ende dieses Artikels). Aber sie hat zwei kleine Makel, die für mich so bedeutend sind, dass sie vor ein paar Monaten Zuwachs bekommen hat – in Gestalt der Coros Apex Pro. Die Pace hat nämlich keine Kartenfunktion und trotz wirklich vieler Sportarten gehört ausgerechnet Trailrunning nicht dazu.

Wer ist eigentlich Coros?

Das Unternehmen sitzt im sonnigen Kalifornien und wurde 2016 gegründet. Zwei Jahre später kam die erste GPS-Sportuhr auf den Markt: die Pace 2. Inzwischen gibt es weitere Smartwatches: Coros Apex mit 42 bzw. 46 Millimetern Durchmesser, Apex Pro, Vertix und Vertix 2. Obwohl Garmin, Polar und Suunto immer noch deutlich bekannter sind, setzt sich Coros immer mehr durch, was sicher unter anderem an der ultralangen Akkulaufzeit liegt. Und an den sehr regelmäßigen Updates mit immer wieder neuen Features.
Inzwischen tragen auch Profi-Athleten wie der Straßen-Marathonläufer Eliud Kipchoge und die Ultratrailrunning-Profis wie Camille Herron, Hayden Hawks, Ludovic Pommeret, Tim Tollefsen, Hillary Allen, Sage Canaday, Sally McRae und Kilian Jornet Coros-Uhren.

Die Coros Apex Pro im Praxistest

Ich habe mir die Coros Apex Pro mit einem grünen Silikon-Armband gekauft. Man kann die Armbänder aber problemlos auswechseln und zum Beispiel auch Nylonbänder bekommen.
Bisher habe ich noch längst nicht alles ausprobiert, was die Uhr bietet, aber sie hat mir schon sehr gute Dienste geleistet.

Leicht und passend auch für schmale Handgelenke

Die Uhr hat einen Durchmesser von 47 Millimetern und ist 13,4 Millimeter dick. Etwas dicker als die Pace 2. Daran muss man sich gewöhnen. Sie wiegt mit Silikonband 59, mit Nylonband 49 Gramm. Schwerer natürlich als die Page 2, aber immer noch sehr gut zu tragen. Und sie überfordert auch mein sehr schmales Handgelenk nicht. Ein paar weitere Daten: Das Display besteht aus kratzfestem Saphirglas, das Gehäuse aus Aluminium, die Fassung aus einer Titanlegierung. Das alles lässt die Uhr sehr edel und wertig aussehen.

Superlange Akkulaufzeit

Dass die Coros Apex Pro Betriebstemperaturen von minus zehn bis plus 60 und Wassertiefen bis 100 Meter aushält, war für mich bisher nicht wichtig – aber wer weiß? Toll ist jedenfalls, dass die Apex Pro in nur zwei Stunden voll aufgeladen ist und bei normalem Gebrauch 30 Tage hält. Im GPS-Modus sind es stolze 40 Stunden, mit dem UltraMax-Modus sogar 100 Stunden.

Pulsoximeter und Höhenmesser

Navigiert wird mit GPS, GLONASS und Beidou. Dazu gibt es ein optisches Pulsoximeter (Sp02-Blutsauerstoffgehalt), einen optischen Herzfrequenzmesser, einen barometrischen Höhenmesser, einen Beschleunigungsmesser, Thermometer, Gyroskop und Kompass. Die Höhenmessung ist  hilfreich, wenn du weit oben in den Bergen trainierst. Er zeigt dir an, wann du es mit der Höhe übertreibst.
Wenn du nachts läufst, ist der Nachtmodus ideal: Die Hintergrundbeleuchtung sorgt dafür, dass du gut sehen kannst, ohne den Akku allzu sehr zu belasten.

Unzählige Workout-Möglichkeiten

Die Zahl der Workouts, die die Uhr unterstützt, ist eindrucksvoll: Laufen, Laufband, Trailrunning, Wandern, Radfahren, Hometrainer, Schwimmen im Pool, Schwimmen im offenen Gewässer, Triathlon, Cardio im Fitness-Studio, Cardio mit GPS, Ski, Snowboard, Skilanglauf, Skitouren, Multisport und Krafttraining. Und weitere dürften noch dazukommen.

Drei Knöpfe für die Bedienung

Neu ist der Touchscreen, an den man sich gewöhnen muss – ich habe ihn bisher noch gar nicht genutzt, weil ich, ohne nachzudenken, die Knöpfe benutze. Es gibt drei. Der obere ist fürs Licht, der mittlere, die Krone, steuert durchs Menü und die untere ist die „Zurück“-Taste.

Eigene Strecken anzeigen lassen

Coros Apex Pro
Coros Apex Pro

Richtig gut ist die Navigation. Du kannst dir Strecken herunterladen. Auf der Uhr siehst du dann eine rote Linie, die den Weg anzeigt und eine weiße den Weg, der hinter dir liegt. Falls du dich mal verlaufen solltest, gibt es ein Signal.

Eine Besonderheit der Apex Pro ist die Möglichkeit, Karten herunterzuladen. Dafür musst du die Uhr an einen PC anschließen und du kannst auf der Kartenseite sehen, welche Regionen du brauchst. Weil nur 3,82 GB Platz sind, solltest du allerdings nicht zu viele Karten hochladen. Die Größe der jeweiligen Karten steht aber dabei. Europa zum Beispiel schlägt mit 3,47 GB zu Buche.

Standard- und Hybrid-Karten

Es gibt Standardkarten mit Straßen, Wegen und Gewässern, topographische Karten mit Höhenlinien und Hybridformen, die beides anzeigen. So detailliert wie bei einigen anderen Uhren sind die Karten nicht, aber trotzdem sehr hilfreich. Sie zeigt zudem an, wenn du von der Route abkommst.

Das System ist einfach zu verstehen

Ich habe die Coros Apex Pro inzwischen auf einigen Trailläufen eingesetzt und bin mehr als zufrieden. Sie ist wirklich sehr einfach zu bedienen. Es dauert nur ein paar Minuten, bis man das System durchschaut hat. Jedenfalls die Teile, die man braucht.

Coros-App herunterladen – und los geht’s!

Vor dem ersten Einsatz der Uhr musst du dir die Coros-App herunterladen. Sie sammelt deine Läufe und zeigt dir Daten wie die Herzfrequenz an, du machst Uploads und kannst Trainings und Workouts herunterladen, die du noch einmal laufen willst. Beim Training selbst brauchst du sie aber nicht.

Das Display zeigt die wichtigsten Daten an

Vor dem Lauf musst du einfach nur auf Laufen oder Trailrunning gehen und draufdrücken. Schon beginnt die Uhr, nach einem GPS-Signal zu suchen. Hat sie es gefunden, kann es losgehen. Auf dem Display kann man zum Beispiel Herzfrequenz, Distanz, Pace, Höhe und Rundenzeit eingeben. So kann man während des Laufens beispielsweise sehen, welche Kilometerzeit man hat, wie viele Kilometer man schon zurückgelegt hat und wie hoch die Herzfrequenz ist.
Nach dem Ende des Laufs stoppt man die Messung, nach kurzer Zeit zeigt sie u.a. die Runde, die Streckenlänge und die Trainingszeit an.

Mit Smartphone koppeln

Anschließend musst du die Uhr neben dein Smartphone legen, damit die Laufdaten übertragen werden. Wenn du außerdem Apps wie Strava benutzt und mit der Coros-App gekoppelt hast, überträgt sich der Lauf automatisch auch dorthin. Sehr praktisch! Auf der Coros-App kannst du dann deinen Lauf noch auf einer kleinen Karte sehen, inklusive Kilometerpunkten.
Übrigens: Wenn du möchtest, kannst du dir sogar Workouts von Profi-Athleten ansehen. Bei Sally McRae zum Beispiel ein Intervallprogramm für die Schnelligkeit und ein Krafttraining

Coros Apex Pro: mein Fazit

Ich nutze die Coros Apex jetzt seit etwa drei Monaten und bin ziemlich angetan. Sie trägt sich angenehm, lässt sich gut bedienen, analysiert meine Läufe und ist dank regelmäßiger Updates immer auf dem aktuellsten Stand. Mit 499 Euro ist sie kein Schnäppchen, aber sie kann in Sachen Qualität locker mit Garmin & Co. mithalten. Eine Musikfunktion gibt es allerdings nicht – wer die haben will, muss auf die Vertix 2 wechseln.
In Deutschland kannst du die Coros Apex bei Enjoyyourbike kaufen.
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Ein paar Infos zur Coros Pace 2: Sie war und ist mit gerade mal 200 Euro wirklich ein Schnäppchen. Dabei wiegt sie mit Nylon-Armband nur 29 Gramm, sie ist intuitiv bedienbar, hat viele Funktionen und eine Akkulaufzeit von mindestens 20 Tagen bei normaler Nutzung, mit GPS kommt sie auf 30 Stunden. Wenn Du nicht gerade auf die Trailrunning-Funktion bestehst, ist diese Uhr die ideale Wahl.

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