Weste und Laufrucksack: Lastenträger für lange Läufe
Weste und Laufrucksack: Lastenträger für lange Läufe

Weste und Laufrucksack: Lastenträger für lange Läufe

Wir sehen immer wieder Läufer, die mit Wasserflasche in der Hand unterwegs sind. Klar, jeder kann das so machen, wie er will – aber so richtig gut für die Haltung ist das sicher nicht. Denn die Arme können sich ja nicht so gleichmäßig neben dem Körper führen lassen, wenn einer stärker belastet ist als der andere. Bei uns kommt noch hinzu, dass wir beim Laufen ungern etwas in der Hand haben. Für kürzere Strecken nehmen wir einen Laufgürtel, in den auch Softflasks passen. Längere absolvieren wir am liebsten mit einer Laufweste oder einem Laufrucksack.

Laufrucksack und -weste in unterschiedlichen Größen

Die gibt es in unterschiedlichen Größen – klar, es macht einen Unterschied, ob man ein Stück durch die Parks läuft oder einen ganzen Tag im Gebirge verbringt. Für schönes Wetter und nicht zu lange Strecken genügen der Laufgürtel oder eine Weste, die vorne zwei Fächer für Softflasks (jeweils 500 Milliliter) hat. Unsere ist von Salomon (S-Lab Sense 2, Preis etwa 130 Euro) und hat vorne auch noch ein kleines Reißverschlussfach und zwei weitere für Riegel, Gels oder das Smartphone. Ein kleines gibt es auch am Rücken. Wenn man keine Jacke oder andere größere Gegenstände benötigt, reicht eine solche Weste vollkommen aus. Das gilt zum Beispiel auch für Stadtläufe, bei denen man mit Getränken versorgt wird. Beim Marathon hat sie mir (Silke) auch schon gute Dienste geleistet.

Viel Platz für die Pflichtausrüstung

Wenn die Strecken länger werden oder die Wetterlage unsicher ist, empfiehlt es sich, einen Laufrucksack mit mehr Stauraum zu nehmen. Es gibt unterschiedliche Größen – einige eignen sich sogar für Mehrtages-Läufe. Viele haben zudem Raum für Wasserreservoirs. Für Trail-Rennen, bei denen eine Pflichtausrüstung (z.B. Regenkleidung, lange Hosen, Stirnlampe, Mütze/Handschuhe, Verpflegung und Erste-Hilfe-Kit) mitgetragen werden muss, solltest du einen Rucksack mit mindestens acht Litern Volumen nehmen.

Viele Laufsportmarken bieten inzwischen Westen und Rucksäcke an, zu den bekanntesten gehören Salomon, Camelbak, Dynafit, Compressport, Ultimate Direction und The North Face. Seit einiger Zeit gibt es auch gute Modelle von Deuter (z.B. Laufrucksack „Traick“, fünf Liter).

Mit Trinkblase, ohne Flasks: der Octane Dart von Camelbak

Mit 3,5 Litern Volumen ist der Octane Dart von Camelbak ein Winzling unter den Laufrucksäcken. Er hat keinen Platz für Flaschen vorne, aber er enthält eine Trinkblase (1,5 Liter, im Preis inbegriffen), die direkt am Rücken sitzt. Davor gibt es noch zwei Reißverschlussfächer, darunter eines mit einem Befestigungssystem für einen Schlüssel und Platz fürs Smartphone. Vorne hat der Rucksack noch ein schmales Fach, in das Riegel oder Taschentücher passen. Mit 60 bis 75 Euro ist der Octane Dart ziemlich günstig. Er trägt sich sehr angenehm und wackelt nicht. Viel Platz hat er nicht, aber für einen längeren Lauf von maximal fünf Stunden ist er perfekt.

Lastenesel für lange Routen: Adv Skin 12 von Salomon

Für längere Läufe ideal: Laufrucksack mit Flaschen und Wasserblase
Für längere Läufe ideal: Laufrucksack mit Flaschen und Wasserblase

Manchmal braucht man aber richtig viel Platz. Den bietet zum Beispiel der Adv Skin 12 von Salomon (etwa 160 Euro, siehe Foto). Er hat vorne zwei 500-Milliliter-Trinkflaschen, zwei Reißverschlussfächer und daneben noch zwei Einschubfächer, von denen eines einen kleinen Müllsammelsack, zum Beispiel für leere Gel-Tüten, enthält.

Am Rücken gibt es ein Fach für ein 1,5 Liter-Wasserreservoir und davor eine Reißverschlusstasche mit Platz für zusätzliche Jacken, Erste-Hilfe-Kits, Lebensmittel und mehr. Es passt erstaunlich viel hinein!

Für die Trailrunningstöcke hat der Adv Skin 12 Befestigungsmöglichkeiten am Rücken, außerdem ist der Laufrucksack mit dem Custom Quiver System von Salomon kompatibel. Mit 293 Gramm ist er zudem ein echtes Leichtgewicht, das sehr angenehm auf dem Rücken sitzt, ohne beim Laufen auf- und abzuhüpfen.

Frauen-, Herren- und Unisexmodelle

Es ist empfehlenswert, den Laufrucksack auszuprobieren, bevor es auf einen längeren Lauf geht. Manche Modelle wackeln nämlich doch, wenn sie gefüllt sind, und nicht jeder kommt mit einer Trinkblase zurecht. Für Frauen gibt es eigene Versionen mit schmaleren Schultern – die meisten Läuferinnen haben aber auch mit Männer- oder Unisex-Modellen keine Probleme, weil man die Rucksäcke sehr gut anpassen kann. Achte beim Kauf auch darauf, ob Softflasks im Preis inbegriffen sind oder ob du sie extra dazukaufen musst. Sie kosten meist je etwa 20 Euro.

Laufrucksack mit Trinksystem

Wasserreservoirs müssen in der Regel dazugekauft werden, sie kosten 40 bis 50 Euro. Für längere Läufe lohnt sich diese Investition aber unbedingt. Allerdings braucht es etwas Übung, die gefüllten Reservoirs samt Trinkschlauch im Laufrucksack anzubringen. Tipp: Reinigen kannst du Softflasks und Reservoirs samt Schlauch mit warmem Wasser (am besten nach jeder Benutzung), außerdem solltest du sie regelmäßig gründlicher säubern (mit einer weichen Flaschenbürste und mit Gebissreiniger-Tabs). Kurz einwirken lassen und dann gründlich mit warmem Wasser ausspülen. Dann zum Trocknen aufstellen oder aufhängen.

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